Editionsprojekt-Judenverfolgung

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Vorankündigung:

Im Herbst 2017 erscheint der VEJ Band zu Rumänien, Slowakei, Bulgarien - den mit Deutschland im Zweiten Weltkrieg verbündeten Staaten. Der Band dokumentiert die Verfolgung der Juden und ihre Lage in den mit NS-Deutschland verbündeten Ländern Slowakei, Rumänien und Bulgarien. Die jüdische Bevölkerung war hier bereits vor dem Zweiten Weltkrieg einer antijüdischen Legislative ausgesetzt, ihre Verfolgung verschärfte sich jedoch seit 1939. Infolge deutscher Einflussnahme lieferten die Slowakei und Bulgarien sogar Teile ihrer jüdischen Bevölkerung an NS-Deutschland aus und gaben sie der Ermordung preis. In Rumänien kam es vor allem in den besetzten Gebieten zu Massakern durch die rumänische Armee. Indigener Antisemitismus spielte hierbei ebenso eine Rolle wie die Aussicht auf die Konfiskation jüdischen Eigentums. Im Laufe des Krieges veränderten die drei Staaten jedoch ihre „Judenpolitik“: In der Slowakei wurden die Deportationen erst nach den Einmarsch der Wehrmacht 1944 wieder aufgenommen, Rumänien förderte zum Kriegsende sogar die Auswanderung, und Bulgarien schied aus der Gruppe der „Achsenmächte" aus. Entscheidend für die Lage der Juden und für die Möglichkeiten der Gegenwehr war nicht nur die wechselhafte Kooperation der Staaten mit NS-Deutschland, sondern auch die Kollaboration der Einheimischen und die eigene Verfolgungspolitik der drei Länder.


         



Bandpräsentation:



Am 22. Juni 2017 wurde der neueste Band der VEJ zum Besetzen Südosteuropa und Italien im Auswärtigen Amt präsentiert.






Das Projekt:
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (VEJ)

Ziel des Projekts „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“ ist eine umfassende wissenschaftliche Edition zentraler Quellen zur Geschichte der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden.

Die Edition wird insgesamt 16 zeitlich und territorial gegliederte Bände mit jeweils etwa 300 Dokumenten umfassen.

Bereits erschienen: